Mai 2019 Kaffeefahrt

BORGWARD-FREUNDE PFALZ AUF KAFFEEFAHRT

 

INS PFÄLZER NUDELPARADIES

 

 

 

Jeder hat sie schon einmal gesehen, viele haben sie bereits gegessen – aber niemand weiss, wie sie gemacht werden: die Nudeln in vielfachen Formen. Schon lange gab es die Buchstabennudeln für die „Sabbelsuppe“. Doch Pasta in Form von Autos, Flugzeugen, Tieren? Ja sogar von gewissen  - ahem - männlichen Körperteilen… wer macht denn sowas?

 

 

 

Die Firma Pfalznudel Gutting bietet neben den üblichen Varianten auch solche Sonderformen. Das wollten die Borgward-Freundinnen und Freunde sich mal ansehen und fuhren am 11.05.2019 zu einer Betriebsbesichtigung nach Grossfischlingen, wo Geschäftsführerin Gerlinde Thelen Einblick in die abwechslungsreiche Produktion gab. Und im Nudelladen konnte man sich reichlich mit Pasta in allen Formen und Farben eindecken.

 

 

 

Gestartet hatte die Gruppe ihren Ausflug aber beim Weinhaus Anton in Kirrweiler, wo Erfrischungsgetränke und knusperfrische Brezeln von Erich Kettenbach und Kurt Herrmann gespendet wurden.

 

 

 

Nach der Betriebsführung bei Pfalznudel steuerte die Gruppe von ca. 12 Fahrzeugen – fast alles Borgwards – zunächst Nußdorf/Pfalz an. Dort bietet ein kleines, liebevoll gestaltetes Heimatmuseum viele interessante Informationen über den Pfälzer  Bauernkrieg, der hier 1525 seinen Anfang nahm.

 

 

 

Dann stattete man in Albersweiler einem, na ja, „Kuriosum“ einen Kurzbesuch ab: Unter freiem Himmel, nur teilweise notdürftig durch Planen verdeckt, warten hier unzählige Oldtimer von Vorkrieg bis Wirtschaftswunder und später auf ihre Wiederverwertung – offenbar wohl vergeblich. Leider durften wir nur einen Blick durch den Zaun werfen.

 

 

 

Die Route führte nun durch das Ramberger Tal in grossem Bogen und mit kurzer Rast auf der Kalmit nach Edesheim, wo im Goldenen Engel die Tische für den Stammtisch gedeckt waren.

 

 

 

Zum Schluss noch ein dickes Lob an Jan Hehlein, der mit seiner Familie an Bord mit seinem Borgward Küchenwagen die anspruchsvolle Strecke meisterlich bewältigt hat. Und ein herzliches Dankeschön an Erich und Ralf Kettenbach, die sich als „Pfalzfüchse“ bewährt und die Tour ohne Roadbook sozusagen „vom Blatt“ als Leitfahrzeuge angeführt haben.

 

 

 

Borgward-Freunde Pfalz

 

Mai 2019

Text u. Bilder Uwe Weinstein

Sommerausfahrt 2018 Hunsrück/Mosel

Neuer Stahl und altes Blech

 

Borgward-Freunde Pfalz im Hunsrück und an der Mosel

 

Das gemütliche Landhotel Karrenberg war Stützpunkt für die Sommerausfahrt 2018 der Borgward-Freunde Pfalz, um sich seit langer Zeit mal wieder im Hunsrück und an der Mosel umzusehen. Und es gab auch für „Wiederholungstäter“, die bereits früher hier waren, jede Menge Neues zu bestaunen.

  

Die Clubfreunde Maria und Horst Ziegler sowie Lu und Adi Hartwein hatten sich um Hotel und Streckenführung gekümmert und ihren Borgward-Freunden ein schönes Wochenende mit interessanten Zielen und tollen Routen präsentiert. Auch die gemütlichen abendlichen Gesprächsrunden über Gott und die Welt und – natürlich! – über Autos fehlten nicht.

 

Die Anreise am Freitagnachmittag verlangte den Borgwards und ihren Besatzungen allerhand ab. Temperaturen bis 32 Grad liessen so manche Kühlertemperaturanzeige in die Höhe klettern, was die Fahrer zusätzlich zur Hitze im Cockpit ins Schwitzen brachte. Aber es kamen fast alle pannenfrei ans Ziel, nur die als Gäste dazugekommenen Hilde und Werner Schramm aus Siegburg mussten unterwegs die Pferde wechseln bzw. das Auto tauschen und erreichten das Hotel in der Austausch-Isabella noch rechtzeitig zum Abendessen.

 

Am Samstagmorgen starteten die 13 Borgwards und 2 anderen Fahrzeuge nach einem gemütlichen Abend und erholsamer Nachtruhe bei deutlich angenehmeren Temperaturen über die Hunsrückhöhen, vorbei am Flugplatz Hahn, Richtung Mosel. Bei Enkirch erreichte man den Fluss, vorbei am Hotel Neumühle, wo der Club vor langer Zeit sein 25. Bestehen feierte.

 

Erstes Etappenziel war die Römische Kelter in Erden. Hier war aber statt jahrtausendalter Weingeschichte hochmoderne Technik das Thema. In einem informativen Vortrag mit Videos und Bildprojektionen erhielten wir einen Einblick in Entstehung und Konstruktion der im Bau befindlichen Brücke des Hochmosel-Übergangs. Vor allem die extra für dieses Projekt entwickelte und erstmals angewandte Technik wurde uns durch Frau Formann von der regionalen Touristikorganisation anschaulich geschildert.

 

Gespickt mit vielen technischen Informationen ging es dann in Kolonne über die eigentlich nur für Baufahrzeuge vorgesehene Zufahrt bis direkt unter die fast fertiggestellte Brückenkonstruktion. Unter deren höchstem Punkt könnte man bequem den Kölner Dom stellen, er würde die Stahlkonstruktion nicht berühren. Der Blick von der Hunsrück- zur Eifelseite zeigte, dass nur noch wenige Meter bis zum Brückenschluss fehlten.

 

Auch wenn das neue Bauwerk von uns noch nicht befahren werden konnte, hatte es einen unmittelbaren Nutzen: bei einem kurzen Regenschauer bot seine Stahlkonstruktion uns einen trockenen Unterstand, von wo wir uns dann zum nächsten Ziel aufmachten. Das liegt in Bernkastel-Kues und heisst „Zylinderhaus“. Allerdings geht es hier nicht um „Alte Hüte“, sondern um ein vor knapp einem Jahr eröffnetes nagelneues Oldtimermuseum – also die Faszination von altem Blech und Chrom.

 

Die Oldies – darunter auch viele Borgward – werden hier im Kontext ihrer Zeit dargestellt: alte Tankstellen und Werkstätten bilden ebenso wie Tante-Emma-Läden, zeitgemässen  Elektrogeschäften und anderen liebevollen Details eine gekonnte Staffage. Ein Muss nicht nur für jeden Oldtimerfan! Im angeschlossenen Museumsrestaurant bzw. Biergarten machte unsere Gruppe Mittagspause, bevor es wieder auf die Fahrt ging.

 

Von der Mosel ging es auf der nächsten Etappe wieder hinauf in den Hunsrück. Unterwegs sah man immer wieder Baustellen für die zukünftigen Zubringer des Hochmosel-Übergangs.

 

Eine kurze Rast wurde nochmals eingelegt beim Wildfreigehege Wildenburg, wo ein Kaffee oder ein Eis willkommene Erfrischung bot. Durch malerische Orte und auf abwechslungsreicher Route erreichte die Kolonne wieder das Hotel, rechtzeitig genug für eine kurze Ruhepause vor dem Abendessen. In angeregten Gesprächen wurde dieser Tag beschlossen.

 

Am Sonntag stand eine Vormittagstour Richtung Rhein auf dem Programm. Auf abwechslungsreichen Nebenstrassen erreichten die Borgwards zunächst Königsau und dort die Töpferei Seifert. Eine grosse Auswahl an keramischen Gegenständen von Gebrauchsartikeln bis zu kleinen Kunstwerken kann man hier sehen – und natürlich auch kaufen, wovon ein Teil unserer Truppe gerne Gebrauch machte. Nach ausreichender Pause für die Kauf- und Sehlustigen wurde die Fahrt fortgesetzt.

 

Am Rande der Strecke liegt das kleine Hunsrückdorf Gehlweiler, in dem der Regisseur Edgar Reitz seinen Mehrteiler „Heimat“ gedreht hat. Leider ist von dieser Gloria nicht viel übrig geblieben, und man sucht nach Möglichkeiten das im Film „Schabbach“ genannte Dorf als Attraktion lebendig zu halten.

 

Das letzte Ziel der Sonntagsetappe war das Waldrestaurant „Malepartus“ in Kreershäuschen. Eine sehr kurvenreiche Strecke führte uns durch die waldreiche Gegend dorthin, wo wir zum abschliessenden Mittagessen erwartet wurden. Nochmals wurden angeregte Gespräche geführt, bis dann nach und nach jedes Team sich zur Heimreise verabschiedete. Ein weiteres harmonisches, abwechslungs- und erlebnisreiches Borgward-Wochenende ging zu Ende. Besonders den Paaren Hartwein und Ziegler galt ein nochmaliger Dank der Teilnehmer für die hervorragende Organisation der Sommertour 2018.

 

Borgward-Freunde Pfalz

 

Text und Bilder: Uwe Weinstein

 


So findet man uns

Wir treffen uns  viermal pro Jahr im Restaurant Goldener Engel, Staatsstrasse 30, 67483 Edesheim/Pfalz

(aktuelle Daten unter "Termine")

Postanschrift:

Borgward-Freunde-Pfalz c/o Uwe Weinstein, Goethestrasse 6, D-67591 Offstein

e-mail: borgward-freunde-pfalz@myquix.de